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Wendlinger Feuerwehr erhält neue Leitstelle

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Mit neuer Technik sind die Floriansjünger auch für den Digitalfunk gerüstet – Stadt investiert dafür 157 274 Euro

WENDLINGEN. Es war ein beeindruckendes Bild, das der stellvertretende Feuerwehrkommandant Wolfram Walliser den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung präsentierte. Denn der Leitstand der Floriansjünger wies teils Telefon- und Funktechnik, auf wie man sie von zu Hause gar nicht mehr kennt. Immer wieder instandgesetzt von den auch auf diesem Gebiet offenbar bestens geschulten Männern und Frauen der Wehr. Denn bald, so dachten sie, wird ja der Digitalfunk kommen. Der sollte bundesweit bereits 2006 installiert werden – rechtzeitig zur Fußball-WM. Neue Anläufe wurden 2010 und 2012, dann wieder 2014 gestartet. Doch bis heute gibt es in Deutschland den Digitalfunk nicht flächendeckend.

 

Dafür erhalten die Wendlinger Feuerwehrleute nun eine nigelnagelneue Leitstelleneinrichtung. Der Invest der Stadt ist notwendig. Denn die Männer und Frauen werden in Zukunft gefragter denn je sein. Ihr Zuständigkeitsgebiet weitet sich nämlich nach der Inbetriebnahme der ICE-Trasse ab dem Jahr 2022 auch auf den Albvorlandtunnel aus.

 

Neben dem digitalen Funk soll künftig auch für gute Kommunikation und für Sicherheit im Gebäude gesorgt sein. Digital unterstützt sollen auch die Einsatzdokumentation und die Datensicherung funktionieren. Eine flexible Einsatzsteuerung, die das vorhandene Gebäude auch bei größeren Schadenslagen bis hin zu den Anforderungen moderner Stabsarbeit nutzt, kommt hinzu.

 

Das macht eine vollständige, datengerechte Verkabelung im Gerätehaus notwendig. Mit dieser Verkabelung können dann die vorhandenen mobilen Endgeräte wie Funk und PC in den verschiedenen Räumen des Feuerwehrhauses betrieben werden. Vorgesehen ist auch die Anbindung der gebäudeinternen Kommunikation, der Telefonanlage, des digitalen Funks sowie der Haustechnik.

 

Den Zuschlag für die neue Technik liefert die Firma EDF aus Neu-Ulm zu einem Preis von 123 049 Euro. Da aber auch noch Leitungen verlegt und ein zweiter Netzwerkschrank angeschafft werden mussten, stieg der Preis auf 146 373 Euro. Der EDV-Server kommt von der Firma Kappel und Dierolf aus Wendlingen für 7855 Euro. Die neuen Tische im Funkleitraum fertigt die Firma Hertzsch aus Wendlingen und kosten nochmals 2995 Euro. Damit liegen die Gesamtkosten bei 157 274 Euro. Im Haushalt 2020 sollen dafür 160 000 Euro bereitgestellt werden.

 

Die Gemeinderäte dankten der Feuerwehr für ihre Bescheidenheit, all die Jahre mit einem Provisorium ausgekommen zu sein. Dass das Gremium dem Antrag der Stadtverwaltung einstimmig zustimmen würde, war ohnehin klar.

 

(Quelle: Artikel in der Wendlinger Zeitung vom 28.10.2019)

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