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Alltagshelden der Jugendarbeit im Landkreis Esslingen

| News Jugendarbeit

In einer kurzen Serie stellen Kreisjugendring und unsere Zeitung die „Alltagshelden“ vor. Im ganzen Kreis engagieren sich Menschen ehrenamtlich. Egal ob beim Sport, in der Musik, beim Roten Kreuz oder bei der Feuerwehr. Ohne sie wäre unsere Gesellschaft ärmer.

Ehrenamt finden oft außerhalb des Fokus der Öffentlichkeit statt – tausende Menschen engagieren sich für die gute Sache. Insbesondere in der Jugendarbeit ginge ohne das Ehrenamt praktisch nichts. Jugendmannschaften müssen trainiert werden, Chöre und Kapellen proben, Pfadfindergruppen brauchen Verantwortliche und auch die Rettungskräfte im Kreis, egal ob Feuerwehr oder Rotes Kreuz haben starke Jugendgruppen, die jemand am Laufen halten muss. „In der Corona-Pandemie hat diese Arbeit gelitten“, sagt Michael Medla, Vorsitzender des Kreisjugendrings. Deshalb hat der Kreisjugendring Ende November eine Kampagne gestartet, mit der die ehrenamtliche Jugendarbeit im Kreis sichtbarer werden soll.

Schon im November sagte der Kreisjugendring-Vorsitzende: „Politische Entscheider und Entscheiderinnen berücksichtigen die Interessen junger Menschen viel zu lange viel zu wenig. Frühzeitig machten wir als Kinder-und Jugendorganisationen deutlich, dass junge Menschen eine Perspektive, allen voran mehr Freiräume und mehr Beteiligung benötigen.“

Erfahrungs- und soziale Lernräume seien seit jeher wichtig für ein gelingendes Aufwachsen junger Menschen, so Michael Medla. Der Kreisjugendring sei überzeugt, dass gerade diese Freiräume zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Selbstentfaltung und zu informellem, sozialem Lernen in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit geboten werden.

Arbeit abseits des Rampenlichts

Diese Arbeit findet oft im Stillen statt. „Die Ehrenamtlichen stehen selten im Rampenlicht“, so Michael Medla. „Anders als die Vertreter aus der ersten Reihe. Doch sie leisteten einen entscheidenden Beitrag für die Verbände und die Vereinen“. Die Arbeit bringe auch sehr viel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, so der Kreisjugendring-Vorsitzende. Man lerne das Miteinander, den Diskurs und gegenseitigen Respekt. Für Medla sind das wichtige Grundpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Was brauchen junge Menschen für ihre Entwicklung?

Der Kreisjugendring und die 33 Jugendverbände sind überzeugt davon, dass junge Menschen das brauchen, was ihnen die gemeinsame Jugendarbeit an Angeboten und Veranstaltungen anbietet: Spiel und Spaß in der Gruppe von Gleichaltrigen ohne Leistungsdruck, mit Gruppenleitern, die Vorbilder und Begleiter sind, die ihnen wertvolle Impulse für das eigene Leben geben.

Deshalb haben sie gemeinsam die Kampagne „Jugendarbeit . . . da kommt was raus!“ ins Leben gerufen. Dazu gehören auch Textbeiträge und Interviews mit Engagierten und Ehrenamtlichen. Unsere Zeitung wird einige dieser Texte in loser Reihenfolge in den nächsten Wochen veröffentlichen.

Ehrenamtliche berichten, was sie mit Jugendarbeit verbinden

Dabei berichten Vroni Hildebrand vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Matthias Wallisch von der Chorjugend, Isabel Heckel vom Jugendrotkreuz, Daniela Lohrmann von der Jugendfeuerwehr, Brigitte Eberle von der Chorjugend und Rüdiger Wollenberg von der Sportkreisjugend über ihr ehrenamtliches Engagement und darüber, was sie dazu bewegt hat, sich in der Jugendarbeit im Landkreis einzubringen.

Sie alle sind Menschen, die sich in Vereinen und Verbänden mit anderen und für andere einsetzen. Die in der Jugendarbeit groß geworden sind und daraus in vielfältiger Weise in ihrem heutigen Leben profitieren.

(Quelle: Artikel der Wendlinger Zeitung vom 27.12.2022)

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Foto: Wendlinger Zeitung/KJR