Was bei der Markungsputzete in Wendlingen alles gefunden wurde

Rund 250 Menschen treffen sich am Samstagmorgen, um ihre Stadt ein bisschen schöner zu machen. Dabei geht es nicht nur um den Umweltschutz.

WENDLINGEN. „Es war dieses Mal erneut weniger Müll als vor zwei Jahren“, war für Wendlingens Ersten Beigeordneten, Markus Lämmle, die positive Erkenntnis der samstäglichen Markungsputzete. Erfreulich fand er auch, dass 250 Helfer dem Schmuddelwetter trotzen, und tatkräftig Hand anlegten, um ihre Stadt wieder von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.

Diese 250 Menschen aller Altersklassen ließen sich am Samstag nicht von Dauerregen und kühlen sechs Grad davon abhalten, morgens zum Feuerwehrmagazin in die Schäferhäuser Straße zu kommen. „Es geht hier nicht nur ums Müll aufsammeln, sondern auch um menschliche Begegnungen“, begrüßte Lämmle die vielen Freiwilligen, die an der Ausgabestelle mit Warnwesten, Greifzangen, Handschuhen und Müllsäcken ausgestattet wurden.

Schulen und Vereine machen mit

Bernd Eppinger von der Stadtverwaltung hatte die Abordnungen der Gartenschule, des Robert-Bosch-Gymnasiums, der Jugendfeuerwehr, des Radsportvereins, des Hundevereins, des Zeltspektakel-Vereins, der Gartenfreunde, des TV Unterboihingen, des Bürgervereins, der Ukrainer Wendlingen und Köngen, des Sängerbundes, der Geocacher, des CDU-Ortsverbandes, des Schwäbischen Albvereins und des Jugendchors St. Kolumban in verschiedene Auflesebezirke eingeteilt. „Das ganze Gebiet rund um Wendlingen und Unterboihingen, ohne Lauter und Neckar, wird entmüllt“, erklärte Eppinger.

Und so starteten die Ehrenamtlichen, trotz Dauerregens, in ihre Einsatzgebiete. Eifrig am Müll auflesen beteiligt waren auch 15 Mitglieder des Jugendchors St. Kolumban. Die jüngste Teilnehmerin der Gruppe war die sechsjährige Fabienne. „Wir wollen die Natur schützen“, nannte die zehnjährige Elena als ihr Motiv, sich bei dem Sauwetter stundenlang ins Freie zu begeben. Und so war in allen Gruppen Teamwork angesagt, um ihre Bezirke gemeinsam vom von Mitmenschen achtlos weggeworfenen Müll zu befreien.

Schnuller und ein halbes Fahrrad

Der am häufigst gefundene Unrat waren wieder Zigarettenstummel. Aber auch ein halbes Fahrrad, Feuerwerkskörper, Plastikbecher, Schnuller und vergessene Kleidungsstücken gehörten zu den Sammelstücken der fleißigen Müllsammler. Das Aufgelesene wurde in Müllsäcken in einen von der Firma Asal kostenlos zur Verfügung gestellten Container geworfen.

Für Markus Lämmle hat die alle zwei Jahre stattfindende Markungsputzete nicht nur einen positiven Effekt für Umwelt und Natur, sondern auch fürs Sozialverhalten der vielen jugendlichen Teilnehmer. „Das Bewusstsein der Jugendlichen, dass man Dinge nicht einfach wegwirft, wird beim Aufsammeln verstärkt“, findet der stellvertretende Wendlinger Bürgermeister. Wendlingens stellvertretenden Feuerwehrkommandant Marc Morawsky und seine Mitstreiter sorgten zum Abschluss für die Stärkung und Versorgung der ehrenamtlichen Müllsammler. Fürs leibliche Wohl gab es Getränke, Maultaschen und Kartoffelsalat, und als Anerkennung noch den Dank von Wendlingens Vize-Schultes Markus Lämmle.

(Quelle: Artikel der Wendlinger Zeitung vom 16.03.2026)

Fotos: Wendlinger Zeitung/Rudi Fritz